Ausblick 2023

10. Januar 2023

Das Übergangsjahr 2023 - eine Wundertüte mit bösen Folgen?

Das Jahr 2023 dürfte sich im Nachgang als das Übergangsjahr mit einer lange nicht mehr dagewesenen wirtschaftlichen, finanziellen und geopolitischen Situation herauskristallisieren. Wir sind überzeugt, dass es unabdingbar ist, in diesem schwierigen Jahr einen kühlen Kopf zu bewahren, um Chancen von Risiken unterscheiden zu können. Doch was liegt vor uns?

Das Jahr 2023 dürfte sich im Nachgang als das Übergangsjahr mit einer lange nicht mehr dagewesenen wirtschaftlichen, finanziellen und geopolitischen Situation herauskristallisieren. Wir sind überzeugt, dass es unabdingbar ist, in diesem schwierigen Jahr einen kühlen Kopf zu bewahren, um Chancen von Risiken unterscheiden zu können. Doch was liegt vor uns?

Wir gehen davon aus, dass die Inflation in den USA, der EU und Schweiz rasant zurückgeht, aber mit Ausnahme der Schweiz auf zu hohem Niveau verharren wird. Während der schnelle Rückgang (auf vielleicht 5–6 %) zunächst für überschäumenden Enthusiasmus vor allem an den Finanzmärkten sorgen dürfte, wird sich aufgrund nicht einsetzender Zinssenkungen rasch Ernüchterung breitmachen. Historisch betrachtet, haben es die westlichen Zentralbanken zumeist verpasst, eine hohe Inflation zu bekämpfen, ohne dabei die Wirtschaft abzuwürgen. Dies dürfte auch diesmal der Fall sein, weshalb wir von einer Rezession in der westlichen Welt ausgehen.

Für den Sonderfall Schweiz erwarten wir einen Zinsanstieg um ca. 100 bp, bei einer Inflation von ca. 2.2 %, und einem Rückgang des Wirtschaftswachstums auf ca. 1 %. Grund hierfür bilden u.a. der starke Schweizer Franken sowie die resiliente Wirtschaft (allen voran die konjunkturunabhängige Pharmaindustrie).

In diesem konjunkturellen Umfeld beinhalten die westlichen Aktienmärkte (z. B. der S&P 500) ein Rückschlagpotential von gut 20%. Für den Schweizer Immobilienmarkt schätzen wir eine Bewertungskorrektur von 20% bei Mehrfamilienhäusern aufgrund der steigenden Zinsen als angemessen ein. Diese dürfte jedoch in der Grössenordnung von 7–10 % durch höhere Mieteinnahmen kompensiert werden, welche aufgrund Erhöhungen des Referenzzinssatzes und des Anstiegs des Landesindex für Konsumentenpreise gerechtfertigt sind. Allerdings werden sich solche Erhöhungen der Mietzinse nur an guten Lagen auch effektiv durchsetzen lassen. Deshalb gilt am Schweizer Immobilienmarkt wieder: Lage, Lage, Lage!

Grössere Zinssenkungen erwarten wir in einem solchen Umfeld nicht vor Ende 2024. Bis dahin empfehlen wir unseren Investoren den Leverage bei sämtlichen Investments so tief zu halten, dass auch obige Bewertungskorrekturen zu keinen Problemen mit den finanzierenden Instituten führen können. Im Weiteren erwarten wir attraktive Kaufgelegenheiten für Aktien im 2. Halbjahr und für Schweizer Immobilien in 2024. Wir empfehlen Finanzierungen auf Geldmarkt-Basis, um 2025 wieder von tieferen Zinsen profitieren zu können.

Alle diese Überlegungen könnten durch eine weitere Eskalation in der Ukraine (z. B. durch den Einsatz von biologischen Kampfstoffen oder Nuklearwaffen) oder in Taiwan komplett obsolet werden. Wir spekulieren jedoch, dass sich vielleicht in 2024 oder 2025 zumindest die Situation in der Ukraine entspannen dürfte. Auslöser könnte eine einsetzende Kriegsverdrossenheit in Europa sein. Wenn wir eine Wette tätigen müssten, würden wir auf einen faulen, politischen Kompromiss setzen, indem die Ukraine die Kontrolle über die Krim und grosse Teile der Ostukraine aufgibt, zugunsten von Russland oder einer neutralen Zone, respektive beidem.

Unabhängig davon erwarten wir eine Verstärkung des Trends outgesourcte Arbeiten aus autokratischen Staaten in pro westliche Länder zurückzutransferieren. Da die Fertigungskosten in diesen Ländern eher höher liegen, wird es lange dauern, bis sich die hartnäckige Sockelinflation in der EU und den USA wieder auf 2% zurückbildet.

Stellen wir uns also auf ein Jahr mit vielen Wendungen ein, dass zwar Überraschungen, aber auch einmalige Investitionschancen bieten wird. Kaufgelegenheiten können aber nur von dem gepackt werden, der sein Pulver trocken hält.

Capital Protect wird seine Klienten wie gewohnt auch in dieser schwierigen Zeit sicher leiten!

René K. Voser

René K. Voser

Managing Partner

Mit meiner intensiven Erfahrung in den Bereichen Private Equity Investitionen, Mergers und Acquisitions, Asset Management, Immobilien und Finanzierungen unterstütze ich Unternehmer, CEO's und Investoren. Situationen, in welchen hohe Kreativität, aber auch ein klar strukturierter Denkansatz dringend gefordert sind, motivieren mich besonders. Als Ihr Sparringpartner begleite, hinterfrage und verhandle ich für Sie. Ich bin nicht einfach nur Ihr Berater, sondern gleichzeitig selber Unternehmer und Investor, der mit seinem eigenen Geld einige Firmen erfolgreich gekauft, saniert/restrukturiert und verkauft hat. Dadurch bin ich näher am Geschehen und kann aus eigener Erfahrung nachvollziehen was Sie bewegt. Dies unterscheidet mich von Beratern, die nie mit ihrem Privatvermögen im Risiko gestanden haben.

Christoph Streib

Christoph Streib

Partner

Ich vereine das Know-how von Handwerk und Finanzen. Die Übersetzung von «Produktion» in Finanzkennzahlen ist meine Stärke. Daraus entsteht eine einzigartige Unterstützung für die Firmeninhaber und Geschäftsführer bei der Findung, Überprüfung und Implementierung der Firmenstrategie. Aus einer Handwerkerfamilie stammend, kenne ich seit Kindesbeinen die Herausforderungen, Höhen und Tiefen des Unternehmers. Genauso vielfältig wie das Handwerk damals, ist mein Erfahrungsschatz heute. Nach Abschluss als Eidg. Dipl. Bankfachmann, dem Wechsel vom Private Banking zum Firmenkundengeschäft und der Betreuung von KMU sowie börsenkotierten Grossunternehmen, erweiterte ich mein Know-how mit einem MBA in Corporate Finance. Dies öffnete mir nicht nur die Türen in die Basler Grosschemie sondern liess mich schlussendlich als CFO einer Stiftung die Bereiche Nachfolgeregelung, Finanzierung, M&A sowie Private Equity aktiv und erfolgreich umsetzen. Mehrwert schaffen begleitet mich dabei seit Beginn meines Wirkens und wird mich immer weiter antreiben.

Fabienne Nadler

Fabienne Nadler

Partnerin

Als «grenzüberschreitend» denkende und handelnde Person liebe ich neue Herausforderungen und setze mich mit meinem ganzen Wissen und viel Engagement für die mir anvertrauten Aufgaben ein. Das nötige Rüstzeug für meine heutige Tätigkeit habe ich als Projektmanagerin/Marketing- und Vertriebsspezialistin in national und international tätigen Firmen sowie als erfahrene Unternehmerin erworben. Meine Kernkompetenzen sind die schnelle Erfassung eines Problems, die Motivation involvierter Personen, Konfliktlösung und Change-Management sowie der Überblick und das Fachverständnis innerhalb komplexer Projekte. Mit lösungsorientiertem, strategischem Denken und Handeln, der Optimierung bestehender Ressourcen und realisierbaren Visionen helfe ich unseren Mandanten Ihre Ziele zu erreichen und Ihr Unternehmen voranzutreiben.

Marina Tranninger

Mag.iur. Martina Tranninger LL.M

Associate Partnerin

«Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist» (Henry Ford). Meine Philosophie: Ständige Weiterentwicklung ist der einzige Motor für Wachstum. Weiterentwicklung prägt auch meinen Weg und es ist mir ein Anliegen, unternehmerische Entwicklungen zu fördern und einen gesunden Boden für gutes Wachstum zu schaffen. Als Mediatorin, Beraterin und Vortragende (Gründerin m.art.communication) bin ich Ansprechpartnerin bei Kommunikationsproblemen und emotionalen Verstrickungen im Bereich Unternehmensnachfolge und Restrukturierungen. Ich bin Vorstandsmitglied beim Verein für Mediation Liechtenstein (VML) sowie Beirätin und Vortragende beim Schweizer Dachverband für Unternehmensnachfolge (CHDU). Mein juristisches Studium (Mag.iur.) habe ich in Salzburg absolviert, gefolgt von einer Ausbildung als Mediatorin (Schlosshofen und FH St.Gallen) und einem Studium des Liechtensteinischen Gesellschafts- Stiftungs- und Trustrechts (LL.M). Seit 2019 bin ich als Juristin im liechtensteinischen Treuhandbereich tätig und habe im Jahr 2020 bei der Verleihung des I&F Family Wealth Preservation Awards mit meiner Fallanalyse einer Vermögensstrukturierung den ersten Platz belegt.

Dr. Alexander F. Galli

Dr. Alexander F. Galli

Associate Partner

Die Faszination wirtschaftlicher Zusammenhänge und ihre Entwicklung im Verlaufe der Zeit zu erkennen, ihre Bedeutung zu ermessen, sie für Laien verständlich zu machen sowie den Investoren Hinweise zu geben, wo sich Opportunitäten am Kapitalmarkt finden lassen – dies ist mein Anliegen. Nach meiner Ausbildung an der Universität Basel zum Volkswirtschafter, startete ich mein Berufsleben bei der Schweizerischen Nationalbank. Mitte der 70er Jahre erhielt ich ein Doktorandenstipendium der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (USA, Prof. K. Brunner und A. Meltzer). Anfangs der 80er Jahre wechselte ich in die Privatwirtschaft und übernahm verschiedene leitende Positionen im Research Bereich. Im Jahre 2000 gründete ich die Firma «Dr. Galli Investment Research» und machte mich selbständig. Seither hatte ich verschiedene Positionen bei Vermögensverwaltungsfirmen inne, wobei die ökonomische Beratung immer im Vordergrund stand. Seit 2012 bin ich Mitglied der Anlagekommission der «swissbroke» Pensionskassenstiftung sowie der «Eagle Invest» Vermögensverwaltung.

Jessica Lohri

Jessica Lohri

Junior Associate Partner

Als unabhängige Treuhänderin betreue ich anspruchsvolle Mandate von Unternehmen aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor. Profunde Analysen von Unternehmensdaten, die Aufbereitung und Interpretation von Finanzkennzahlen und die darauf basierende Ausarbeitung von Optimierungsmassnahmen im Asset und Liability Management gehören zu meinen Kernkompetenzen. Des Weiteren bin ich durch meine parallele Tätigkeit im Bereich der Vermögensverwaltung mit Risikoanalysen und Risikomanagement vertraut, welche mir erlauben Verwaltungsratsaufgaben zu übernehmen. Ich habe meine Weiterbildung an der KV Business School in Zürich zur Treuhänderin mit eidgenössischem Fachausweis erfolgreich abgeschlossen. Mein theoretisches und praktisches Wissen ergänze ich durch laufende Besuche von Fachseminaren in verschiedenen Bereichen der Finanzindustrie.

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