10. Juli 2023
Prozessoptimierung – oder, wenn Abläufe im Arbeitssystem nicht mehr aufeinander abgestimmt sind
Im letzten Beitrag haben wir uns unter anderem mit der Frage auseinandergesetzt, wann eine Reorganisation und wann eine Prozessoptimierung angestossen werden sollte. Gerne möchten wir Sie mit unseren nächsten Beiträgen mit auf eine Reise zum Thema Prozessoptimierung nehmen und tiefer in die Materie eintauchen.
Den Anfang macht ein Überblick darüber, wann eine Prozessoptimierung angezeigt ist und welche Methoden zur Verfügung stehen. Diese Ansätze werden dann in weiterführenden Beiträgen behandelt und sowohl das Anwendungsgebiet als auch die jeweiligen Vor- und Nachteile näher beleuchtet.
Sie als Geschäftsführer:in, Qualitätsmanager:in oder Leader:in und Manager:in kennen diese Situationen:
- Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie Kosten reduzieren.
- Sie stellen intern fest, dass die Qualität nachlässt oder, dass es Friktionen auf der Zeitachse gibt; oder Ihr Kunde signalisiert, dass er unzufrieden ist.
Wie reagieren Sie darauf? Diese Ausgangslagen sind der perfekte Zeitpunkt, um eine Prozessoptimierung anzustossen. Nur – wie starten Sie am besten und welche Methode eignet sich am besten? Und ein sehr wichtiger Punkt: wie kommunizieren Sie den Change Ihren Mitarbeitenden?
Die Zahl der Methoden, welche zum Einsatz kommen können, ist schier grenzenlos. Gängige Ansätze, welche ein- oder durchgeführt werden, sind:
- KAIZEN – die kontinuierliche Verbesserung im klassischen Stil
- PDCA – der Plan, Do, Check und Act-Zyklus
- 5S – die optimale Gestaltung von Büroarbeitsplatz und Produktion
- KANBAN – die Visualisierung von Prozessen und angewendeten Tools
- TQM – das Total Quality Management, welches auf den Kunden und auf Verbesserung im Laufe der Zeit fokussiert
- LEAN Management – die Elimination von «Waste» und die Erhöhung der Prozessgeschwindigkeit
- SIX SIGMA – die Elimination von Variation in den Prozessen
Wenn Sie selbst ein Prozessoptimierungs-Champion sind, wissen sie natürlich, wann welche Methode greift und was nicht zur Anwendung kommen sollte. Doch selbst für Champs kann es mitunter hilfreich sein, aussenstehende Personen in den Prozess einzubeziehen – gerade, wenn Emotionen eine Rolle spielen.
«Fehlt das Know-how inhouse, dann empfiehlt es sich auf jeden Fall, externe Hilfe zu holen. Denn die Gefahr durch eine gut gemeinte Prozessoptimierung eine Verschlechterung herbeizuführen ist hoch und kann zu massiven Störungen mit hohen Kostenfolgen im Betrieb führen.»
Sascha Huber
Partner
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